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VDI 7000 Forum in Hannover zur frühen Öffentlichkeitsbeteiligung

VVDI Technik im Dialog Hannover | Foto: VDI
VDI Technik im Dialog Hannover | Foto: VDI
VDI Technik im Dialog Hannover | Foto: VDI
VDI Technik im Dialog Hannover | Foto: VDI
VDI Technik im Dialog Hannover | Foto: VDI
VDI Technik im Dialog Hannover | Foto: VDI
VDI Technik im Dialog Hannover | Foto: VDI
 

Bei der Planung von Großprojekten geht am Dialog mit den Bürgern kein Weg mehr vorbei. Industrie- und Infrastrukturprojekte werden immer häufiger im direkten Dialog mit der Öffentlichkeit geplant. Der VDI hat dazu die Richtlinie VDI 7000 erarbeitet und in Hannover mit einem hochkarätigen Forum diskutiert. Die gesellschaftliche Beteiligung bei Großprojekten ist auch für den Wirtschaftsminister Olaf Lies ein wichtiges Thema.

Dass ein früher Dialog bei Großprojekten viele Vorteile bringt, wurde auf der Veranstaltung im Leibnizhaus deutlich. Die VDI-Landesvorsitzende Birgit Glasmacher: „Vorhabenträger sollten vor allem die Chancen des Dialogs erkennen. Mit der VDI-Richtlinie 7000 haben wir jetzt ein Konzept, das sowohl von Politik und Verwaltung als auch von der Wirtschaft genutzt werden kann.“ Der VDI werde als Kompetenzplattform dieses Thema weiterentwickeln und Trainings anbieten, so Dr. Volker Brennecke, Koordinator Gesellschaft und Innovation des VDI.

Die folgende von Dr. Antje Grobe moderierte Podiumsdiskussion mit Minister Lies war auf konkrete Praxisbeispiele gerichtet, in denen frühe Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgreich umgesetzt wurde. Frank Limprecht, Leiter Großprojekte der Deutschen Bahn für Norddeutschland, berichtete beispielsweise über die Suche nach einem tragfähigen Trassenkonzept aus dem „Dialog Schiene Nord“.

Der Chef der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Stade, Hans-Jürgen Haase, zeigte ebenfalls, wie über Jahre aufgebaute Planungsprobleme durch einen Dialog gelöst werden können. Gemeinsam wurde nicht nur zu den geplanten Maßnahmen in der Bauphase der A 26 informiert, sondern im Dialog Lösungsansätze und Varianten entwickelt, wie im Alten Land bei Hamburg die Folgeprobleme der Verkehrsverlagerung auf umliegende Straßen vermieden werden können

Auch die Windbranche sucht den frühen Interessenausgleich, um späteren Konflikten vorzubeugen. Wilhelm Pieper, Landesvorsitzender des Branchenverbandes BWE, zeigte am Beispiel einer Windparkplanung der Agrowea auf, wie ein Windpark wegen der „Schlafgewässer“ von geschützten Vögeln verlegt wurde und so naturschutzfachlichen Bedenken frühzeitig Rechnung getragen werden konnte.

Der Dialog mit den Umweltverbänden ist dabei besonders wichtig. Margret Brahms vom Landesvorstand des BUND in Niedersachsen machte deutlich, dass dieser inzwischen immer öfter gelinge. Der BUND setzt auf eine frühe gemeinsame Projektplanung, eine gemeinsame Auswahl der Gutachter und eine enge Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des BUND vor Ort, um Arten- und Naturschutz besser in die Projektplanung zu integrieren.

Die fast 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten im Anschluss mit dem Minister und den Expertinnen und Experten und äußerten sich positiv über die konstruktive Dialogkultur dieser VDI-Veranstaltung, die inzwischen in 6 Bundesländern zu Gast war. Die nächste Veranstaltung findet am 28. Januar 2016 in Stuttgart statt. 

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