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VDI 7000 Technik im Dialog: Erfolgreich im Dialog in Stuttgart

Gisela Erler VDI Stuttgart | Foto: VDI
VDI Technik im Dialog Stuttgart | Foto: VDI
VDI Technik im Dialog Stuttgart | Foto: VDI
VDI Technik im Dialog Stuttgart | Foto: VDI
VDI Technik im Dialog Stuttgart | Foto: VDI
VDI Technik im Dialog Stuttgart | Foto: VDI
VDI Technik im Dialog Stuttgart | Foto: VDI
 

An Dialogen im Vorfeld von Großprojekten kommt man seit Stuttgart 21 nicht mehr vorbei. Auf dem VDI-Forum „Technik im Dialog“ wurde jetzt im Haus der Wirtschaft in Stuttgart anhand von vier Industrie- und Infrastrukturprojekten gezeigt, wie heute erfolgreich im Dialog geplant und Projekte umgesetzt werden. 

Baden-Württemberg hat sich in Sachen frühe Öffentlichkeitsbeteiligung durch eine eigene Verwaltungsvorschrift, einen Planungsleitfaden und ein Umweltverwaltungsgesetz besonders engagiert und diese für ihre eigenen Vorhaben sogar verbindlich gemacht. Die Behörden wirken bei privaten und kommunalen Vorhabenträgern auf die Notwendigkeit zur Beteiligung hin und weisen hier auf die Richtlinie VDI 7000 und im Baubereich auf die VDI 7001 hin.

Bei der Zusammenarbeit mit dem VDI in den letzten Jahren hat sich die für Bürgerbeteiligung zuständige Staatsrätin im Kabinett der baden-württembergischen Landesregierung, Gisela Erler, besonders engagiert. „Der VDI hat sich mit seinen Richtlinien und seinem Engagement bei der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung inzwischen zu einem Vorreiter des Dialogs zwischen Technik und Gesellschaft entwickelt“, lobte die Staatsrätin.

Wie der frühe Dialog bei Industrie- und Infrastrukturprojekte gelingen kann, machten die Beispiele auf der Veranstaltung im Haus der Wirtschaft deutlich. Die folgende von Antje Grobe moderierte Podiumsdiskussion konzentrierte sich auf konkrete Praxisbeispiele, in denen frühe Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgreich umgesetzt wurde. Hendrik Adolphi, Leiter Technisches Anlagenmanagement von Netze BW, berichtete am konkreten Beispiel „Rot am See“ über die Öffentlichkeitsbeteiligung beim 110 KV-Netzausbau.

Christopher Vagn Philipsen, Partner des Projektentwicklers Drees & Sommer, zeigte auf, wie informelle Öffentlichkeitsbeteiligung bereits in die Projektplanungsabläufe eingetaktet wird und welcher neuen Projektmanagementstrukturen es bedarf.

Ein technisch und kommunikativ interessantes Projekt ist der Naturstromspeicher Gaildorf, welcher von Alexander Schechner, Geschäftsführer der MBS Naturstromspeicher GmbH, vorgestellt wurde. Dieses für die Energiewende spannende Projekt wurde aber auch mit aktiver Bürgerbeteiligung und Zusammenarbeit mit den Umweltverbänden geplant. Das konnte Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), bestätigen.

Um positive Beispiele der Zusammenarbeit mit der Industrie gebeten, nannte Dahlbender auch die Teststrecke von Daimler in Immendingen.

Dass nicht nur in der Industrie, sondern auch in der Verwaltung zum Teil erhebliche Lernprozesse umgesetzt wurden, berichtete Karl Greißing, Abteilungsleiter für die Energiewirtschaft des Umwelt- und Energieministeriums des Landes zu. „Es ist wichtig, den Bürgerinnen und Bürger zu erklären, wozu ein Projekt gebraucht wird und den Prozess zu erläutern, wie wir im Dialog Lösungen mit möglichst geringen Auswirkungen suchen“.

Baden-Württemberg, so meinte auch Staatsrätin Gisela Erler, habe aktuell keine relevanten Konflikte um Großprojekte mehr. Das sei zwar nicht nur auf die neue, frühe Beteiligung zurückzuführen, aber das Klima des Dialogs habe sich verändert. 

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