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VDI Technik im Dialog: Richtlinie VDI 7000 wird in der Mainzer Staatskanzlei diskutiert

VDI Technik im Dialog Frankfurt | Foto: VDI
VDI Technik im Dialog Frankfurt DIALOG BASIS| Foto: VDI
VDI Technik im Dialog Mainz | Foto: VDI
VDI Technik im Dialog Mainz | Foto: VDI
VDI Technik im Dialog Mainz | Foto: VDI
VDI Technik im Dialog Mainz | Foto: VDI

In die Mainzer Staatskanzlei hatte der VDI Mitte Dezember zu einem Forum über frühe Öffentlichkeitsbeteiligung eingeladen. Industrie- und Infrastrukturprojekte werden immer häufiger im direkten Dialog mit der Öffentlichkeit geplant. Der VDI hat dazu die Richtlinie VDI 7000 erarbeitet und in Mainz mit einem hochkarätigen Forum diskutiert.

Die gesellschaftliche Beteiligung bei Großprojekten ist auch für den Chef der Staatskanzlei Clemens Hoch, Vertreter von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, ein wichtiges Thema: „Bürgerbeteiligung wird in Rheinland-Pfalz schon seit vielen Jahre und in den unterschiedlichen Bereichen praktiziert. Die heutige Veranstaltung hat uns gerade in Bezug auf Großprojekte konkrete Hinweise für mehr Bürgerbeteiligung gegeben.“

Dem stimmt auch Ralph Appel, Direktor des VDI, zu: „Es reicht heute nicht, eine kluge technische Ingenieurslösung anzubieten und diese gut zu vermarkten. Technik- und Projektentwicklung kann zunehmend nur noch im Dialog mit den Stakeholdern stattfinden“. Dass ein früher Dialog bei Großprojekten viele Vorteile bringt, muss noch in das Bewusstsein vieler Entscheider gehoben werden. VDI-Landesvorsitzender Meinolf Gerstkamp: „Mit der VDI-Richtlinie 7000 haben wir ein Konzept, das sowohl von der Politik und der Verwaltung als auch von der Wirtschaft genutzt werden kann. Hier ist erkennbar großer Kompetenzbedarf.“ Volker Brennecke, Koordinator für Gesellschaft und Innovation des VDI, erläuterte die neuen Kompetenzen und bot die Unterstützung des VDI in Form von Trainings an.

Dass sich der Dialog im Vorfeld von Genehmigungsverfahren lohnt, zeigten die während der Veranstaltung präsentierten Beispiele aus der Praxis. Detlef Höhne, Vorstandsvorsitzender der Mainzer Stadtwerke, erläuterte gleich an drei Beispielen, wie sein Unternehmen vorgeht: Bei der Straßenbahn – der Mainzelbahn –, dem Pumpspeicherkraftwerk Heimbach bei Bingen und beim Geothermiekraftwerksprojekt Groß-Gerau seien bisher sehr erfolgreiche Dialoge mit den Bürgern geführt worden. Hans-Jürgen Seimetz, Regierungspräsident der SGD Süd, erläuterte die Vorteile des frühen Dialogs am Beispiel großer Hochwasserrückhaltungen entlang des Rheins. Während frühere Planfeststellungen, nicht zuletzt wegen ungelöster Konflikte, bis zum Bundesverwaltungsgericht beklagt wurden, konnte der Planfeststellungsbeschluss für den Bau des Polders Mechtersheim schon nach einem Jahr erteilt werden, ohne dass sich ein Klageverfahren anschloss.

Linda von dem Bussche, Leiterin Umwelt und Arbeitssicherheit der BASF, berichtete von der Dialogkultur ihres Unternehmens und machte dies am Beispiel der Deponie Bruchhübel deutlich.

Auf die Grenzen aus Sicht der Umweltverbände wies schließlich auch Siegfried Schuch, Landesvorsitzender des NABU, hin. Er sprach sich für so viel „Kooperation wie möglich, aber auch so viel Konfrontation wie nötig“ aus. Erfolgsfaktoren für Verständigungen im Vorfeld von Planfeststellungen seien offene Diskussionen über mögliche alternative Planungs- und Ausführungsvarianten.

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